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Otis und ich

Analogue_clock_facce.,Ich sitze in der Stadt, in der ich wohne, in einem Café. Es hat neu aufgemacht (sagt man so). Nichts ungewöhnliches, denn öfter machen Cafés auf, während andere wieder schließen. Wir leben in einer Café-auf-und-zu-mach-Zeit.
Ich sitze in dem Café und trinke Tee. Endlich ein Tee, der richtig zubereitet wird, also in der Stadt, in der ich wohne eine absolute Ausnahme. Bei mir habe ich ein Fieberthermometer der alten Art aus Quecksilber (Quecksilber – englisch: Quicksilver – soll ja abgeschafft werden).
Von Zeit zu Zeit führe ich das Thermometer in den Tee ein und messe so die Temperatur. Als die Temperatur bei 18 Grad Celsius liegt, stehe ich auf, bezahle und gehe. Und summe Otis Redding auf meine ganz eigene Art und Weise: sitting in a tea café, wasting time.

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Flause des Tages: Wok-Attack !!!

Wok-Attack_originalMit einem Wok hat die Wirtin eines Asia-Imbisses in Kassel laut dpa auf einen Räuber eingedroschen und ihn so in die Flucht geschlagen (vgl. Spiegel online). Der kurz daraufhin gefasste Räuber, ein gewisser Herr Hotzenplotz zeigte sich bei seiner Festnahme erschüttert. Er habe den „mächtigen schwarzen Gegenstand“ nicht gekannt und „Höllenängste“ gehabt, als dieser wieder und wieder auf ihn darnieder fuhr. Außerdem sei die Wirtin mit nicht näher gekennzeichneten kleinen Holzstäbchen wie eine Furie auf ihn losgegangen, dass er um Leib und Leben und vor allem sein Augenlicht habe fürchten müssen. Herr Hotzenplotz beruft sich bei seinen Einlassungen auf die Charta der Menschenrechte. Die Polizei prüft nun ordnungsrechtliche, gewerberechtliche, strafrechtliche und menschenrechtsrechtliche Schritte gegen die Wirtin. Ob auch ein Verstoß gegen das Waffengesetz oder gar das Waffenkontrollgesetz in Betracht komme, konnte der Sprecher der Polizei bei Redaktionsschluss nicht sagen. Amnesty International sei aber eingeschaltet, der Wok und die Essstäbchen sichergestellt.