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Nachrichten I

Bad Bentheim. Am gestrigen Sonnabend erschoss eine Frau ihren Ehemann und dessen Geliebte im Ehebett und dann sich selbst. Die Rekonstruktion des Tatherganges ergab, dass die Ehefrau zunächst die Geliebte erschoss,  dann den Ehemann und dann sich selbst. Die Möglichkeit,  dass zunächst der Ehemann aufs Korn genommen wurde und dann die Geliebte, besteht auch. Die Ehefrau war jedenfalls als letzte dran. Es soll sich dem Vernehmen nach nicht um ein  Dreiecksverhältnis gehandelt haben, bei dem zufälligerweise ein Gewehr Verwendung fand. Die Polizei geht vielmehr von einem klassischen  Eifersuchtsdrama aus, wobei die Ehefrau auf die Geliebte eifersüchtig gewesen sein soll. Dass auch die Geliebte auf die Ehefrau eifersüchtig war, schloss die Polizei durch ihren Sprecher nicht aus, war aber für den Tathergang mal wieder nicht relevant. Allerdings konnte eine Eifersucht des Mannes ziemlich sicher ausgeschlossen werden. Sachschaden entstand keiner bis auf leichte Verschmutzungen im Schlafzimmer verursacht durch den Tathergang. Dem Gewehr geht es den Umständen entsprechend gut.

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Schneewittchen und die 7 Zwerge (reloaded)

SchneewittchenEs war einmal ein junges Fräulein, das mied die Sonne so sehr, dass sie ganz blass war. Sie hieß deshalb Schneewittchen. Schneewittchen war eine moderne Frau, die, der Monogamie überdrüssig, mit den 7 Zwergen hinter den 7 Bergen in häuslicher Gemeinschaft wohnte. Sie wusch und kochte, die Zwerge gingen arbeiten. Soweit so gut. Eines Tages biss Sie in einen giftigen Apfel und starb. Die Zwerge bahrten ihren Leichnam in einem gläsernen Sarg auf, damit ein Prinz vorbeikommen konnte und sie wachküsste. Dummerweise war gerade die Monarchie abgeschafft worden und deshalb kein Prinz zur Hand. Weshalb das Schneewittchen in dem Sarg liegen blieb. Aber nur für kurze Zeit. Wie später rekonstruiert wurde, war das Schneewittchen nämlich nur scheintot und erwachte wohl irgendwann und verließ den Glassarg. Was dann aus ihr geworden ist, weiß mal wieder keiner.

Bildnachweis: Fotolia, #21143294 © Hans-Jürgen Krahl, Bearbeitung: StefanW

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Rapunzel (reloaded)

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Es war einmal ein junges Mädchen,  das hieß Rapunzel. Es wurde von irgendeinem fiesen Kerl,  dessen Name nicht mehr bekannt ist, entführt und in einen hohen Turm gesperrt.  Dort saß das arme Rapunzel dann rum und wusste mit seiner Zeit so recht nichts anzufangen. Und außerdem wuchs es nicht mehr bis auf die Haare.  Die wuchsen nämlich umso doller und füllten langsam den ganzen Raum. Eines Tages kam ein Prinz vorbei,  der sofort die Situation begriff und Rapunzel aufforderte,  ihr goldenes Haar herunterzulassen. Wie befohlen, so getan. Und sofort kletterte unser eifriger Prinz den Haarstrang hoch,  allein Rapunzel hielt dem Gewicht des Prinzen nicht stand und fiel aus dem Turm heraus. Dabei stürzte sie mit dem Kopf so unglücklich auf den Retter, dass beide sofort tot waren. Das lange Haar von Rapunzel bedeckte die Szenerie,  so dass niemand von dem Geschehen etwas mitbekam.  Allmählich wuchs Gras über die Sache.

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Rumpelstilzchen (reloaded)

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Es war einmal ein Männlein, das hieß  Rumpelstilzchen. Es litt an ADHS. Außerdem war es hochgradig cholerisch,  rachsüchtig und rechthaberisch.  Mit anderen Worten: niemand mochte es.  Eines Tages hüpfte es mal wieder um ein Lagerfeuer herum und freute sich diebisch über einen gelungenen Coup, als sein Mäntelchen Feuer fing und es im Nu in Flammen stand.  Weil es nun aber so zappelig  und außerdem allein war, bekam es den Brand nicht in den Griff und es verbrannte gar jämmerlich.  Nichts blieb vom Rumpelstilzchen übrig außer einem Häufchen Asche.  Den beseitigte am nächsten Tag das  Reinigungskommando des Königs.

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Sterntaler (reloaded)

Sterntaler
Es war einmal ein Mädchen,  das war so am,  dass es nur ein Hemdchen am Leib trug.  Eines nachts als der Himmel klar war und die Sterne leuchteten,  da wünschte es sich nichts sehnlicher als reich zu sein.  Und auf einmal prasselten die Sterne vom Himmel und regneten in Form von Münzen auf es herab. Und es breitete sein Hemdchen aus,  um all die Münzen aufzufangen.  Nur heißen Münzen ja nicht umsonst Hartgeld. Und so wurde das Mädchen von all den Münzen erschlagen und ward auf der Stelle tot. Am nächsten Tag fanden die Bewohner sie begraben unter einem riesigen Berg von Talern. Der König erklärte diesen Berg zu einem nationalem Denkmal und es war verboten,  dieses anzufassen. Es sollte jedermann mahnen, sich genau zu überlegen,  was man sich wünscht. Von diesem Tag an hat sich im ganzen Königreich niemand mehr gewünscht,  dass es Taler vom Himmel regnet.

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Der Wolf und die 7 Geißlein (reloaded)

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Es war einmal ein fieser Wolf, der nutzte die Unerfahrenheit von 7 kleinen Geißlein aus und fraß sie mit Haut und Haar, auch das kleine in der Uhr. Als die Mutter Geiß nach Hause kam und ihre Kinderlein nicht vorfand, da packte sie schnell ihre Sachen, schminkte sich und verschwand mit ihrem Liebhaber auf Nimmerwiedersehen. Die Rabenmutter führte fortan ein schickes Jet-Set-Leben mit allem Drum und Dran und war in einschlägigen Kreisen durchaus nicht unbekannt.